Erinnerung an die Reichskristallnacht 2011

"Verdrängen hält die Erlösung auf; sich erinnern bringt sie näher."

Dieser Satz mahnt, nicht zu vergessen, was in der Vergangenheit geschah. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland fast 200 Synagogen und viele jüdische Friedhöfe zerstört und geschändet. 30 000 jüdische Mitbürger wurden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. In mehr als 7500 Geschäften und unzähligen Privatwohnungen wurden die Scheiben eingeworfen. Alles wurde verwüstet und es wurde geplündert. Wo das nicht während der Nacht geschah, wurde es am nächsten Morgen nachgeholt. Vielerorts verwüsteten Lehrer mit ihren Schulklassen zusammen die Synagogen und die jüdischen Schulen. Der Pogrom vom 9. November war ein entscheidender Schritt auf dem Unheilsweg, der schließlich zum millionenfachen Morden führte. Der Gesprächskreis der evangelischen Kirchengemeinde hält es jedes Jahr wieder für wichtig, daran zu erinnern, worunter  auch die Wächtersbacher Juden zu leiden hatten und was in Wächtersbach geschah. Dabei geht es niemals darum,  von Schuld zu sprechen, es geht darum, nicht zu vergessen, was aus Fremdenhass werden kann und Verantwortung für die Zukunft zu erkennen und gegebenenfalls zu übernehmen.

Evangelische und katholische Kirchengemeinde Wächtersbach laden ein:

Erinnerung an die „Reichskristallnacht" 1938 am Mittwoch, dem 9. November 2011,
um 19.00 Uhr an der ehemaligen Synagoge in der Bleichgartenstraße

Büro Wächtersbach

Friedrich-Wilhelm-Straße 6
63607 Wächtersbach

Tel.: 06053/707780
gemeindebuero.waechtersbach@ekkw.de

Mo, Mi, Fr: 9-12 Uhr
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